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Fürstenhäusle Meersburg Umnutzung und Sanierung

Bild: Anischt von Süden

Bild: Ansicht von Osten

Bild: Blick auf Terrasse und Stadt Meersburg

Bild: Besucherempfang

Bild: Shop

Bild: Kasse
    
Fotos:
tt-bilder.de, Tettnang



    

  

Beschreibung

Geschichte

Inmitten der Weinberge mit einzigartigem Blick über die Altstadt von Meersburg und den Bodensee liegt das sogenannte "Fürstenhäusle". Die ursprüngliche Grundfläche des zwischen 1604 und 1626 von dem Fürstbischof Jakob Fugger als zweigeschossiges Gartenhaus errichteten Gebäudes betrug ca. 35m² und wurde im 19. und 20. Jahrhundert, zuletzt 1957, durch rückwärtige Anbauten erweitert.

200 Jahre lang blieb das idyllische Gartenhäuschen im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz bis es 1843 von der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff für 700 Gulden bei einer Auktion ersteigert wurde. Nach ihrem Tod blieb das Fürstenhäusle im Besitz ihrer Familie. 1923 richtete die Familie von Droste-Hülshoff ein kleines der Dichterin gewidmetes Museum in den historischen Räumen ein. Seit 1960 ist das Land Baden-Württemberg für den baulichen Unterhalt des für 200.000 "Deutsche Mark" samt Inventar erworbenen Wohnhauses mit Museumsräumen zuständig. Inzwischen präsentieren die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg das Kleinod.

Umnutzung und Sanierung
Der Bestand war aufgrund der zahlreichen Um- und Anbauten verbaut und die Bausubstanz stark geschädigt. Die für das Denkmal problematische Mischnutzung als Museum und Wohnung wurde aufgegeben. Nach Sanierung und Umbau sowie Wiedereinrichtung ist nun das gesamte Gebäude der Denkmalvermittlung und dem musealen Andenken an die Dichterin gewidmet.

Anstelle des früheren Verandaanbaus aus den 1980-iger Jahren gelangen Besucher barrierefrei über die neugestaltete Terrasse ins Gebäude. Im Erdgeschoss bieten die ehemaligen Wohnräume nach Umgestaltung und Neueinrichtung mehr Platz für den Empfang der Besucher. Im Obergeschoss wurden die Wohn- und Schlafräume zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsraum vergrößert, welcher der Lebensgeschichte der Annette von Droste-Hülshoff und ihrem Umfeld gewidmet ist. Die historischen Räume Paradezimmer und Schwalbennest wurden restauriert und von Staatliche Schlösser und Gärten wiedereingerichtet mit anschaulichen Ausstattungsstücken aus der Zeit der Dichterin und ihrer familiären Umgebung.

Die Sanitärräume wurden modernisiert und im Untergeschoss anstelle der Einliegerwohnung ein barrierefreies WC eingebaut. Die technischen Anlagen wurden an die heutigen Anforderungen angepasst und die Elektroinstallation sowie Beleuchtung wurden erneuert.  


Projektdaten
 

Bauherr:          
Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

Projektsteuerung:       
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

Entwurf I Planung I Bauleitung:         
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

Tragwerksplanung:
Fecher Werner Bürklin, Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH, Langenargen

Elektroplanung:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

HLS - Planung:                                  
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

Freiraumplanung:
Freiraumwerkstadt Landschaftsarchitekten, Überlingen

Gesamtbaukosten:     
930.000 € (418.000 € gefördert von Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg)

Bauzeit:
04/2017 – 08/2018

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