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Neubau Forschungsgebäude M3 Tübingen, Universitätsklinikum, Institut für integrative Malignom-, Metabolom- und Mikrobiomforschung

Bild: Perspektive Süd-West
Perspektive: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten





  

Beschreibung

Der Neubau Forschungsgebäude M3 auf dem Tübinger Schnarrenberg setzt den dort angesiedelten kliniknahen Forschungscampus mit dem Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung (HIH), dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und dem Exzellenzcluster Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) folgerichtig fort. Inhaltlich ist das stark daten- und modellgetriebene Forschungsprogramm von M3 durch die Integration von bioinformatisch und systembiologisch bzw. systempharmakologisch ausgerichteten Arbeitsgruppen und Kooperationen mit ansässigen Forschungsinstituten im Bereich der künstlichen Intelligenz geprägt. Das Institut soll ca. 18 Forschungsgruppen mit insgesamt ca. 250 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen umfassen.

Die Einbindung des Baukörpers in die markante topographische Situation mit einer ausgeprägten Hangkante hat die Architekten Heinle, Wischer und Partner, Berlin, zu einem Konzept der „Schichtungen“ geführt. Eine Schichtung der einzelnen Geschoßebenen. Zur Otfried-Müller-Straße hin weist der Baukörper analog der bereits bestehenden Forschungsgebäude 3 Vollgeschosse und eine zurückgesetzte Technik-Dachzentrale auf. Zur Hangkante hin entwickeln sich unterhalb 2 weitere Geschosse aus der natürlichen Topographie. Die Sockelgeschosse bilden nach Süden eine Terrasse aus, die eine mögliche spätere Anbindung eines 2.BA vorbereitet, und einen Abschluss der Forschungsspange ausbildet. Die Kubatur des Neubaus wird durch die auskragende Schichtung der Ebenen definiert. Die Auskragungen bewirken eine Verschattung der dahinter liegenden Räume und werden für Wartungs- und Reinigungszwecke der Fassade genutzt. Die Grundrisskonzeption weist eine kompakte, flexible Kernzone (Labore und Großraumbüros) auf, die von offenen Büro- und Kommunikationsstrukturen umgeben ist. Die Kommunikationszone liegt an der Schnittstelle zwischen den Labor- und Bürobereichen und bildet das zentrale Rückgrat des Hauses für den interdisziplinären Austausch. Die Labore und Großraumbüros sind nach Norden hin orientiert und befördern so eine effiziente technische Lüftung und Kühlung. Die Bürolandschaften (Einzel- und Gruppenbüros) orientieren sich nach Süden mit Ausblick auf die Universitätsstadt Tübingen.

Das Forschungsgebäude weist einen hohen baulichen Wärmeschutz auf, und wird durch die regenerative Fernwärme, an die das Universitätsklinikum angebunden ist, klimafreundlich beheizt. Die Kühlung erfolgt durch luftgekühlte Kältemaschinen, die in der Übergangzeit über freie Kühlung die vorhandene Umweltkälte nutzen. Die Gebäudekühlung ausgewählter Bereiche wird durch sommerliche Nachtlüftung unterstützt. Ein Großteil der Räume wird über Lüftungsanlagen mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung belüftet. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes reduziert den Stromverbrauch. Die gesetzlichen Anforderungen an den Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden um ca. 33 % unterschritten. Die Inbetriebnahme und die ersten zwei Betriebsjahre werden durch ein Technisches Monitoring begleitet, mit dem der Anlagenbetrieb optimiert, der Energieverbrauch minimiert und der Nutzerkomfort sichergestellt wird.


Projektdaten

Bauherr: Land Baden-Württemberg
vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Amt Tübingen

Nutzer:
Eberhard Karls Universität Tübingen

Projektleitung:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen

Architekt:
Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin mit Ernst2 Architekten, Stuttgart/ Tübingen

Laborplanung:
Hospitaltechnik Planungsgesellschaft mbH, Krefeld

Landschaftsarchitekt:
Jetter Landschaftsarchitekten, Stuttgart

Tragwerksplanung:
Mayer-Vorfelder und Dinkelacker GmbH und Co. KG, Sindelfingen

Fachplanung HLS:
TCON Ingenieurgesellschaft mbH, Sindelfingen

Fachplanung Elektro:
Raible + Partner GmbH & Co. KG, Eningen u.A.

Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen:
Reik Ingenieurgesellschaft mbH, Pfullingen

Bauphysik:
Bauphysik 5, Backnang

Bodenmechanik:
Büro für angewandte Geowissenschaften, Stuttgart

Umweltplanung:
menz umweltplanung, Tübingen

Brandschutz:
Sinfiro GmbH & Co. KG, Balingen

Gutachten/ Beratung:
Müller BBM GmbH, Stuttgart/ Planegg

BOS-Planung:
Günthner Ingenieure GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Technisches Monitoring:
ebök Planung und Entwicklung GmbH, Tübingen

SiGeKo:
Hess Sachverständige, Kirchheim/ Teck

Vermessung:
Ingenieurbüro Helle GbR, Tübingen

Geplante Bauzeit:
12/2019 - ca. 12/2022

Gesamtbaukosten:
ca. 41,0 Mio. Euro

Die Baumaßnahme wird nach Artikel 91 b GG vom Bund gefördert.



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