Die Hugo-Häring-Auszeichnung, benannt nach dem 1882 in Biberach an der Riß geborenen Architekten und Architekturtheoretiker, gilt als der wichtigste Preis für Architektur in Baden-Württemberg.
Die Jury erläutert wie folgt ihre Kriterien für die Prämierung des Neubaus der Bundeswehrfachschule Karlsruhe – realisiert nach dem Entwurf von v‑architekten, Köln: „Die ehemaligen Zeitsoldaten, die in diesem Gebäude Schulabschlüsse bis hin zur Hochschulreife nachholen können, sind zu beneiden: Wenige Bildungsbauten unserer Tage wurden so großzügig geplant. Geschickt fügt sich der dreiflügelige Baukörper in die Spitze des dreieckigen Grundstücks. Von einem zentralen Atrium, das durch ein Membrandach erhellt wird, führen kurze Stichflure, größtenteils mit Seitenlicht, zu den Unterrichtsräumen. Durch die Vollverglasung fällt der Blick stets ins Grüne, stellenweise weicht der Baukörper großen alten Bäumen aus. Die weit auskragenden Enden der Gebäudeflügel verleihen dem Gebäude einen leichten, schwebenden, dynamischen Charakter, unterstützt von den umlaufenden Reinigungsbalkonen vor den Glasfassaden. Abgerundete Ecken erzeugen einen weichen, ja geradezu friedlichen Eindruck, der die Vorbereitung der Soldaten auf das zivile Leben unterstreicht. Nicht zuletzt sticht die hochpräzise Detaillierung ins Auge.“
Das wohl schönste Kompliment für ein Gebäude kam unlängst von einer Nutzerin: "Und wir fühlen uns auch sehr wohl darin", so Martina Mayer-Ullmann, Direktorin der Bundeswehrfachschule Karlsruhe.