1955 hatte die Bundesrepublik Deutschland das Haus mit dem grünen Kupferdach von James W. Gerard, dem ehemaligen US-Botschafter in Berlin erworben. Es sollte dem intellektuellen Austausch über den Atlantik hinweg dienen; ab 1961 organisierte hier das Goethe-Institut Veranstaltungen mit Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Ingeborg Bachmann und Andy Warhol.
Das elegante, schmale Stadthaus zwischen doppelt hohen Residenzen gilt als ein kleines Juwel im Beaux-Art-Stil. Die Lage könnte kaum schöner und auch kaum teurer sein. 2009 musste das Goethe-Institut allerdings die Räumlichkeiten aufgrund von Brandschutzmängeln verlassen. Nachdem die Zukunft des Hauses lange ungewiss war, konnte der Bundesbau Baden-Württemberg im September 2020 endlich die Planungsleistungen für eine Sanierung europaweit ausschreiben. Hierzu hatten die Projektverantwortlichen einen Film produzieren lassen. Der in New York lebende Filmemacher Mark Lechner hat die Regie geführt und den "Walk-through" durch das zwischenzeitlich auch schon als "Spukschloss" bezeichnete Jahrhundertwende-Haus gemeinsam mit Georg Petzold realisiert.