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Universität Freiburg Neuunterbringung der Wirtschaftswissenschaften

Freiburg - Universität Freiburg Neuunterbringung der Wirtschaftswissenschaften

Die Neuunterbringung der Wirtschaftswissenschaften der Universität Freiburg steht im Zusammenhang mit einer Rochade, die dem Ziel dient, die bestehenden, innerstädtischen Universitätsgebäude Schritt für Schritt freizuräumen und zu sanieren. Der 2015 fertiggestellte Neubau für die Universitätsbibliothek stellte hierfür eine wesentliche Voraussetzung dar. Er nahm die Verwaltung der Universitätsbibliothek auf, die interimsweise in einem Gebäudeensemble in der Rempartstraße untergebracht war, das 2005 vom Land erworben wurde.

Nachdem Umzug der Verwaltung der Universitätsbibliothek war der Weg frei, um das frei gewordene Gebäudeensemble zum „Haus der Wirtschaftswissenschaften“ zu ertüchtigen. Damit wurden wiederum die Voraussetzungen geschaffen, um im nächsten Schritt das Kollegiengebäude II, in dem die Wirtschaftswissenschaften bisher untergebracht waren, einer umfassenden Gesamtsanierung zu unterziehen.

Eingang Fachbereichsbibliothek Wirtschaftswissenschaften

Nach Abschluss der Baumaßnahmen in der Rempartstraße ist das gesamte Institut der Wirtschaftswissenschaften erstmals unter einem Dach vereint. Die modernen Büro- und Bibliotheksflächen sind so konzipiert, dass der Austausch unter den Studierenden und Lehrenden gefördert wird und die Wege zur Verwaltung kurz sind. Dank der neuen Anlagentechnik und einer energetisch optimierten Gebäudehülle kann das Bestandsgebäude energieeffizient betrieben werden. Außerdem werden die aktuellen Vorschriften zum Brandschutz und zur Barrierefreiheit erfüllt.

Das Highlight befindet sich im Hinterhof: die neue Fachbereichsbibliothek. Der dreigeschossige Neubau erfüllt Passivhausstandard und passt sich mit seiner Fassade aus Faserbetonplatten an die Natursteinverkleidung des Bestandsgebäudes an. Der im Eingangsgeschoss angeordnete publikumsintensive Bereich ist über einen verglasten Lichtschacht mit dem Lese- und Studierbereich im Obergeschoss verbunden. Als verbindendes Element zwischen diesen beiden Geschossen schwebt eine Skulptur aus bunten Plexiglas-Buchstaben der Stuttgarter Künstlergruppe „atelierJAK“ und erzeugt bunte Farbreflexe. Das Untergeschoss nimmt nicht nur das Archiv auf, sondern auch ein Parlatorium und Gruppenarbeitsräume. Diese erhalten über einen großzügigen Tiefhof viel Tageslicht und werden von den Studierenden für konzentriertes Arbeiten sehr geschätzt.

Lichtschacht mit Lese- und Studierbereich

Bauherr

Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Heilbronn

Nutzer

Universität Freiburg

Architekt

fuchs.maucher.architekten

Kunst am Bau

Künstlergruppe „atelierJAK“

Gesamtbaukosten

16,1 Mio. Euro

Bauzeit

04/2017–04/2020