Amt Ravensburg
Bauherr, Projektleitung: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg Nutzer: Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Weißenau Planung und Bauleitung : AeDis AG für Planung, Restaurierung und Denkmalpflege, Ebersbach-Roßwälden
| Gesamtbaukosten: | 14,25 Mio. Euro |
| Bauzeit: | 10/2022 – vrsl. 12/2028 |
Die Münsterkirche St. Peter und Paul, ehemalige Klosterkirche der Prämonstranser, gehört zu den bedeutendsten Kirchen Oberschwabens und bewahrt eine Heilig-Blut-Reliquie aus dem Jahr 1283. Die Kirche entstand auf den Fundamenten einer romanischen Basilika aus dem 12. Jahrhundert und wurde in zwei Bauabschnitten errichtet. Von 1628 bis 1631 wurde der Chor nach Plänen von Martin Barbieri gebaut, während von 1717 bis 1724 Langhaus und Doppelturmfassade nach den Entwürfen von Franz II Beer folgten. Die kunstvolle Stuckierung stammt von Franz Schmutzer, die beeindruckenden Deckenmalereien von Joseph Anton Hafner und Jakob Carl Stauder.
Seit vielen Jahren wird die Münsterkirche von Vermögen und Bau Baden-Württemberg umfassend instandgesetzt. Ziel der Arbeiten ist es, das historische Bauwerk zu schützen und seine besondere Atmosphäre für Besucher erlebbar zu machen. Die aktuelle Sanierung erfolgt in drei Bauabschnitten und umfasst sowohl Arbeiten an der Fassade als auch am Dachtragwerk, darunter die Reparatur beschädigter Holzverbindungen, die Erneuerung der Dachentwässerung und des Blitzschutzes. Im Innenraum stehen die Sicherung und Restaurierung von Stuck, Deckenmalereien und historischer Ausstattung im Mittelpunkt. Ergänzt werden die Maßnahmen durch die Modernisierung von Beleuchtung und Brandmeldeanlage.
Die Sanierung erfolgt schrittweise, basierend auf detaillierten Bestandsaufnahmen und in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt. Jeder Bauabschnitt widmet sich bestimmten Bereichen der Kirche, sodass sowohl Fassaden, Dach, Innenraum als auch Stuck, Malereien und Ausstattung sukzessive restauriert werden. Auf diese Weise bleibt die historische Substanz erhalten, und die Kirche kann auch während der Arbeiten erlebbar bleiben.