Amt Tübingen

Universität Tübingen – Neubau Cyber Valley I

Bauherr:Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen
Nutzer:Universität Tübingen
Architekten:Heinle Wischer, Stuttgart

Fünfgeschossiges Bürogebäude mit horizontalen Fensterbändern und vertikalen Lamellen, davor Bäume und Sitzbänke.
Gesamtbaukosten77,1 Mio. Euro 
Bauzeit12/2021 - 06/2025 
KünstlerChristoph Brech 

Der Forschungsbau Cyber Valley 1 vereint das Tübingen AI Center, das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und die Cyber Valley GmbH unter einem Dach. Auf 6.400 Quadratmetern sind flexible Labore, Hörsäle, offene Arbeitswelten und Bereiche für Austausch und Veranstaltungen entstanden. Das zentrale Atrium bildet das Herzstück des Gebäudes und lässt sich mit angrenzenden Hörsälen zu einer großen Eventfläche verbinden. Das Bodenmosaik „TRANSFORMATIONEN“ von Christoph Brech prägt die zentrale Halle und setzt einen künstlerischen Akzent, der Forschung und Architektur miteinander verbindet.

Der Neubau gehört zum entstehenden Wissenschafts- und Technologiestandort auf der „Oberen Viehweide“ in Tübingen. Hier wächst ein Campus für Life Sciences, Medizintechnik, IT und KI – vernetzt mit dem Technologiepark Tübingen-Reutlingen und dem Max-Planck-Campus.

Der kompakte vier- bis fünfgeschossige Atriumbau nutzt die Fläche optimal aus. Eine leichte Membrandachkonstruktion aus Folienkissen bringt viel Tageslicht ins Innere. In die Fassade integrierte Photovoltaik, ein Glasanteil unter 50 Prozent und eine großflächige PV-Anlage auf dem extensiv begrünten Dach unterstützen ein energieeffizientes Gebäudekonzept.

Der Neubau strebt ein BNB-Silber-Zertifikat an und setzt auf Materialien aus nachwachsenden und recycelten Rohstoffen. Die Energieversorgung ist eng verzahnt: Abwärme des Serverraums wird im Winter zum Heizen genutzt, im Sommer übernimmt eine passive Kühlung die Temperierung.