Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Klimaschutz trifft Baukultur: Als Treiber für klimaneutrale Landesgebäude verbinden wir Denkmalschutz mit modernster Technik. Über 8.000 Immobilien – vom barocken Schloss bis zum Plusenergiehaus – zeigen, wie historische Substanz und Energiewende harmonieren.

Agri-Photovoltaikanlage über einer Obstplantage am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg bei Karlsruhe, mit teiltransparenten Solarmodulen auf Metallgestellen und Blick auf ein Gebäude im Hintergrund.

Baden-Württemberg nimmt eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ein. Bis 2030 soll die Landesverwaltung weitgehend treibhausgasneutral organisiert sein. Vermögen und Bau Baden-Württemberg kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn wir betreuen über 8.000 Gebäude – vom einfachen Wohngebäude bis hin zu technisch hochinstallierten Forschungsbauten.
Rund 30 Prozent der Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

zum Energiebericht

Bereits seit 1990 konnten die CO₂-Emissionen unserer Gebäude um 40 Prozent gesenkt werden. Das Ziel ist nun, bis 2030 die Restemissionen zu minimieren – durch konsequente Sanierung, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und dem Einsatz innovativer Technologien.

Einblicke in die Solarstrategie auf Landesgebäuden – von der Forschung bis zur Realisierung:

Photovoltaik-Fläche in m²

Stand: Dezember 2024 – Ziel 2030: 600.000 m² auf geeigneten Dächern.

T CO₂

durch energiesparende und klimaschützende Maßnahmen eingespart.

Millionen Euro Investitionen

klimaschonende Maßnahmen bei Baumaßnahmen

seit 2020

energiesparende, beziehungsweise emissionsmindernde Maßnahmen

Luftaufnahme des LTZ Augustenberg bei Karlsruhe: Im Vordergrund eine große Agri-Photovoltaik-Forschungsanlage mit Solarpaneelen über landwirtschaftlichen Flächen, dahinter das modernisierte Bürogebäude und weitere Einrichtungen, umgeben von Grünflächen und einer angrenzenden Wohnsiedlung.

Forschungsanlage Agri-PV auf dem Augustenberg in Karlsruhe

Mehr erfahren

Zwei Menschen verlegen PV-Dachziegel

Landesamt für Denkmapflege Esslingen

Vom Erdgas zur Umweltwärme

Wir stellen systematisch auf erneuerbare Wärmequellen um: Bodenseewasser, Wasserstoff, Fernwärme und Abwärmenutzung ersetzen fossile Brennstoffe. Ziel: Heizöl-Aus bei allen Gebäuden bis 2028.

  • Uni Konstanz: 70 % Wärme aus Bodenseewasser
  • Klinikum Freiburg: Wasserstoff und Elektrodenkessel
  • Schloss Ludwigsburg: 400 t CO₂-Einsparung durch Fernwärme
  • HLRS Stuttgart: Abwärme senkt Emissionen um 15.000 t/Jahr

Vertiefende Informationen

Moderne Heizzentrale mit großen, silbernen Tanks, zahlreichen isolierten Rohrleitungen, technischen Anlagen und einem Feuerlöscher im Vordergrund. Die Wände und Decke bestehen aus Sichtbeton, die Beleuchtung erfolgt durch helle LED-Leuchten.

BNB-Zertifizierungen bei Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Seit 2017 wenden wir bei neuen Unterrichts- und Verwaltungsgebäuden mit Baukosten über 2 Millionen Euro das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) an. Dieses System bietet eine umfassende Methodik zur Planung und Bewertung nachhaltiger Bauvorhaben.

Das BNB bewertet Gebäude anhand von fünf Hauptkriteriengruppen, die jeweils mit einem bestimmten Prozentsatz in die Gesamtbewertung einfließen:

  • Ökologische Qualität (22,5 %): Bewertung der Umweltauswirkungen, einschließlich Ressourcenverbrauch, Energieeffizienz und Emissionen.
  • Ökonomische Qualität (22,5 %): Analyse der Lebenszykluskosten und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit des Gebäudes.
  • Soziokulturelle und funktionale Qualität (22,5 %): Berücksichtigung von Nutzerkomfort, Gesundheit, Barrierefreiheit und funktionaler Flexibilität.
  • Technische Qualität (22,5 %): Bewertung der technischen Aspekte wie Bauqualität, Wartungsfreundlichkeit und Rückbaubarkeit.
  • Prozessqualität (10 %): Analyse der Qualität der Planungs- und Bauprozesse, einschließlich Dokumentation und Qualitätssicherung.

 

Je nach Erfüllungsgrad dieser Kriterien wird das Gebäude mit einem BNB-Zertifikat in Bronze, Silber oder Gold ausgezeichnet. Diese Zertifizierung unterstützt uns dabei, die Nachhaltigkeitsziele des Landes Baden-Württemberg konsequent umzusetzen und transparent zu dokumentieren.

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